Südtirol im Herbst: Zeit zum Törggelen

Törggelen in SüdtirolBrauchtümer werden in Südtirol hochgehalten. Eines der schmackhaftesten ist das so genannte „Törggelen“

Ja, Törggelen hat etwas mit Wein zu tun; und nein, das Wort leitet sich nicht von „torkeln“ her. Der Ursprung liegt in der „Torggl“, also der Weinpresse, der sich die Südtroler Weinbauern von alters her bedient haben, um ihre berühmten Weine herzustellen. Heutzutage versteht man unter dem Törggelen den Brauch, in geselliger Runde in einer Stube zusammenzukommen und eine gemeinsame Mahlzeit einzunehmen. Serviert werden dabei unter anderem Speck, Kaminwurzen und andere Wurst. Außerdem verkosten die Südtiroler bei dieser Gelegenheit den jungen Wein, den „Nuien“. Zum Abschluss gibt es dann noch „Keschtn“, also geröstete Kastanien. Die Zutaten stammen dabei natürlich aus heimischer Umgebung. Einige der Schänken, in denen man dem Törggelen beiwohnen kann, lassen sich wunderbar erwandern. Im Eisacktal finden sich z.B. der Buchnerhof, Unteraichnerhof, Larm-Hof, Griesserhof, Gummererhof, Huberhof, Strasserhof, Pschnickerhof, Gostnerhof und der Villscheiderhof. In Meran und Umgebung bewirten der Schnalshuberhof, Rauthof sowie der Nalserbacherkeller. In Südtirols Süden finden Sie den Steidlerhof, Oberlegar, und den Föhrner. Und in den Dolomiten können Sie im Fronthof einkehren.

Foto: © suedtirol.de

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