Marmor- und Marillen-Fest in Laas
Laas im Vinschgau ist besonders für diese beiden Schätze bekannt und feiert dies jährlich mit einem Fest.
In Südtirol wird Marmor auf dem Nördersberg im Laaser Tal und auf dem Göflaner Berg abgebaut. Heute werden die Marmorblöcke zum Großteil in Platten geschnitten und zu Fußbodenbelägen, Fliesen und Fassadenplatten verarbeitet. In Laas existieren noch zwei marmorverarbeitende Betriebe sowie zwei Bildhauer. Als Nutzgestein wurde Marmor bereits in der Römischen Antike für Meilensteine entlang der Via Claudia Augusta im heutigen Vinschgau nachgewiesen. Kein Wunder also, dass in und um Laas auf die stolze Tradition dieses edlen Gesteins verwiesen wird.
Die Frucht, die in der übrigen Welt als Aprikose bekannt ist, nennt man in Österreich, in Teilen Bayerns und in Südtirol auch Marillen. Besonders geschmackvolle Exemplare wachsen in den Anbaugebieten im Vinschgau. Die Marillen schmecken entweder pur, als Knödel, als Marmelade oder auch als Likör. Am Freitag, den 30. Juli finden im Rahmen eines vielfältigen Unterhaltungs- und Kulturprogramms zu Ehren dieser beiden „Rohstoffe“ in Laas wieder Feierlichkeiten statt. Marmor und Marillen gibt es in den unterschiedlichsten Formen zu betrachten, zu versuchen und zu erwerben.
Foto: seier+seier, Juan Antonio Capó, Flickr Creative Commons