Eine Ausstellung zur Grödnerbahn im Museum Ladin
Längst ist sie nicht mehr in Betrieb. Doch von ihrer prekären Faszinationskraft hat sie bis heute wenig verloren. Eine Ausstellung im Museum Ladin Ćiastel de Tor gewährt noch bis 30. Oktober Einblicke in die historischen Untiefen des Grödnerbahnverlaufs. Ursprünglich erbaut unter anderem von russischen Kriegsgefangenen, um die Front des 1. Weltkrieges mit Material versorgen zu können, wurde die Strecke später für den Zivilverkehr umfunktioniert. Die Schmalspurbahn konnte allerdings auf Dauer nicht mit dem Automobil konkurrieren, sodass man ihren Betrieb 1960 einstellte. Die Streckengleise werden heute meist als Fußwege benutzt. In der Ausstellung gibt es neben Fotos, alten Dokumenten und weiteren Informationsmaterialien zur Grödnerbahn auch Objekte zu sehen, die von russischen Kriegsgefangenen gebastelt wurden, um damit Lebensmittel zu ertauschen. Eine virtuelle Zugreise ermöglicht es den Besuchern, in eine Zeit einzutauchen, als die Bahnstrecke noch in Betrieb und über sie noch nicht so viel Gras gewachsen war.
Weitere Informationen zur Ausstellung, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen:
http://www.museumladin.it/news/news_d.asp?art=363635&HLM=1
ttp://www.museumladin.it/info/info_d.htm
Foto: quatre mains Flickr Creative Commons