Die neue Führungsspitze des museion in Bozen plant für die Zukunft
1985 wurde das museion als Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Bozen gegründet, im Jahr 2008 zog man in den jetzigen Sitz im Stadtzentrum. Nun ist es Zeit für den nächsten Schritt.
So sieht sie also aus, die neue Führungsriege, die sich künftig um die Geschicke des museion kümmert: Piffer Damiani als Präsidentin, Alberto Denico als Vizepräsident sowie Karin Dalla Torre als Museen-Resortdirektorin und Stiftungsrätin. Bei einem Gespräch mit Landeshauptmann Luis Durnwalder und Landesrätin Sabina Kasslatter Mur wurden diese Woche die Strategien, die in den nächsten drei Jahren zur Entwicklung des Museums für zeitgenössische und moderne Kunst in Bozen umgesetzt werden sollen, besprochen. "Der Aufbau des Museion kann nun als abgeschlossen betrachtet werden, mit eigener Sammlung und Dauerleihgaben kommt das Haus auf rund 4000 Werke zeitgenössischer Kunst, jetzt geht es vor allem um die Einbindung der Bevölkerung", so Durnwalder. 25 Jahre nach der Gründung steht nun also die Etablierung des Museion als Anlaufstelle sowohl für die Künstlerszene als auch für den Rest der Bevölkerung an. Dazu müsse man die Identifikation der Südtiroler mit der Institution fördern und ein Stammpublikum heranbilden, hieß es in der Gesprächsrunde. Ein weiteres Anliegen sei außerdem die Förderung des Austauschs zwischen Kunst und Wissenschaft.
Zu hoffen bleibt, dass die Südtiroler das „Schmuckkästchen“, welches sie mit dem Museion unbestritten haben, auch zu schätzen lernen. Ganz einfach dürfte das nicht werden. Die Vermittlung moderner und zeitgenössischer Kunst fordert von Seiten des Museions ansprechende und eingängige Konzepte, und von Seiten der Bürger Offenheit und Akzeptanz. Wir drücken für dieses Vorhaben auf jeden Fall die Daumen. Ein Besuch des Museion lohnt sich natürlich immer. Verschaffen Sie sich hier einen Überblick über die Geschichte des Museums sowie Ausstellungen und Veranstaltungen.
Foto: Jon Shave, Flickr Creative Commons