Das Schreibmaschinenmuseum Peter Mitterhofer in Partschins

Wir sind, womit wir schreiben, oder zumindest beeinflussen unsere Aufschreibegeräte ganz maßgeblich, was und wie wir denken können. Das Schriftbild einer Schreibmaschine lässt sich einfach ziemlich schwer verändern: Ein einsprachiges Chinesisch-Lexikon und eine mitteleuropäische Schreibmaschine zum Beispiel mögen für einen des Chinesischen mächtigen Übersetzer hilfreich zusammengestellte Arbeitsmaterialien darstellen. Der abendländische Ottonormalverbraucher dagegen dürfte seine Schwierigkeiten haben, wenn er Lexikon und Maschine produktiv verknüpfen sollte. Und sein chinesisches Pendant hätte es wohl ebenfalls nicht ganz leicht, neben dem Buch auch das Tippgerät sinnvoll zu verwenden. Auch wenn man von medientheoretischem Fachchinesisch nicht die geringste Ahnung hat: Ein Besuch des Schreibmaschinenmuseums Peter Mitterhofer wird sich in jedem Falle lohnen.
Noch bis zum 31. Oktober besteht die Gelegenheit, dort die Ausstellung The secret life of words der rumänisch-venezuelanischen Künstlerin Felicia Maniu zu besichtigen. Wer es dorthin nicht mehr schafft, muss allerdings nicht enttäuscht sein, denn auch die Dauerausstellung der dort zu sehenden Schreibmaschinen ist jederzeit einen Besuch wert. Peter Mitterhofer gilt ja als der Erfinder der Schreibmaschine, und er ist somit derjenige, ohne den wir von den Segnungen dieser Maschine womöglich niemals profitiert hätten. Beispielsweise sollte das Tippen Brust und Augen entlasten, die beim Schreiben mit der Feder unvermeidlich stark belastet würden. Solche und weitere spannende Fakten rund um eine einstmals revolutionäre, aber inzwischen längst wieder veraltete Apparatur lassen sich im Museum erfahren. Außerdem gibt es die Chiffriermaschine Enigma zu bestaunen. Wer sie zu bedienen weiß, muss seine geheimen Botschaften gar nicht erst ins Chinesische übersetzen können.
Weitere Informationen:
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Fax 0039 0473 965477
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